Mein Teufel Concept S+R ist erneut unbrauchbar geworden. Nach dem Einschalten war nur noch ein lautes brummen zu hören. Das brummen hat sich bei allen Eingangsquellen überlagert. Auf laut/leise hat der Verstärker wie erwartet reagiert.
Nach Rücksprache mit Teufel wäre mir nur der Rückversand geblieben und eine Reparatur bei Teufel. Da ich das ganze jedoch relativ genau 50 Monate zuvor schon einmal hatte und Teufel mir damals ~200€ verrechnet hatte war meine Motivation für diese Option leider sehr gering.

Durch mein Handy konnte ich rausfinden, dass es sich um ein 102Hz Brummen handelt, dies deutet schon sehr auf ein Netzbrummen, bzw eine unsaubere Gleichspannung hin. Gut also mal das ganze Aufgeschraubt und geschaut ob man eventuell einen "üblichen Verdächtigen" findet. Es sind 5 größe ELKOs zu sehen. 2x 6800µF 63V, 2x3300µF 25V, und einmal 2200µF 16V. 

lp

Also einmal das Lautsprecher Signal auf dem Oszi anschauen. 

Lautsprecher

Ja dafür das kein Eingangssignal anliegt ist hier recht viel Signal. 

 

1. Bei den 6800µF Kondensatoren sah man, dass einer eine Wölbung auf der Oberseite Zeigte. 

Zur Sicherheit wurden beide ausgewechselt. Nach dem Ausbau "klackerte" einer, er hatte auch nur noch eine Kapazität von 201µF. Ein eindeutiges Zeichen, dass dieser Ausgetrocknet ist. Diese zwei Kondensatoren sind nach dem Brückengleichrichter für die ± 50V der Endstufe. 

2. Die 3300µF sahen Optisch optimal aus.

Messtechnisch ist hier auch kein Problem zu sehen. Diese dienen für die ± 15V Versorgung der Operationsverstärker des Vorverstärkers

3. Der 2200µF zeigt auch eine Wölbung, die Verschmutzung ist irgendein Befestigungskleber von Teufel. 

Hier wurde durch eine Messung recht schnell deutlich, dass hier das Hauptproblem liegt. Ein Bauteil für unter einem Euro ... 

Eingans Spannung 5V Regler Ausgangs Spannung 5V Regler (AC)
Eingangs Spannung 5V Regler Ausgangs Spannung 5V Regler (AC)

Auf den Bildern ist eindeutig zu sehen, der Block Kondensator am Eingang des Festspannungsregler (7805) schafft es nicht mehr diese zu puffern. Dies kann sein das erstens die Last zu groß ist, oder zweitens der Kondensator zu klein ist. Rechts das Bild zeigt die Ausgangsspannung mit AC Kopplung um den DC Anteil zu blocken, da hiermit der AC Anteil weit Auf gezoomt werden kann. Auf den 5V ist ein 1,2V Rippel bedingt durch die zu geringe Eingangsspannung (diese im min bei 4,9V) was für den Linearregler ~ 2V zu wenig sind. Nach dem Ausbau hatte dieser Kondensator nur noch eine Kapazität von 12nF (also eigentlich nicht mehr vorhanden).

Also auch diesen Kondensator getauscht (Original war ein 2200µF / 16V Verbaut, hier ist mir die reserve Spannung eindeutig zu gering und ich bin bei dem neuen auf einen 2200µF / 25V Typ gegangen, um nicht in 2 Jahren wieder das selbe Problem zu haben) :

7805 Eingang 7805 Ausgang (AC) 
Eingangs Spannung 5V Regler  Ausgangs Spannung 5V Regler (AC) 

Die Welligkeit am Eingang ist durch den neuen Kondensator auf 1V gesunken, die min Eingangsspannung für den Linearregler liegt nun bei 10V. Der AC Anteil auf dem 5V Ausgang ist auf < 50mV gesunken was ausreichend genau ist. 

Eine erneute Messung am Lautsprecher zeigt ohne Eingangssignal schon einmal kein Ausgangssignal. So ist es gewünscht. 

Nach dem Zusammenbau Funktioniert der Verstärker wieder wie am ersten Tag. Die Gesamtkosten für die Reperatur lagen bei 14,50€ für die drei Kondensatoren. Der Arbeitsaufwand lag bei ca. 60 Minuten.  

 

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